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Nach
einer - für unsere Verhältnisse - intensiven Vorbereitungszeit,
starteten wir am Donnerstag Abend des 22. Juni das Abenteuer ETF07. Da am
Freitag Morgen bereits um halb neun Uhr unsere Volleyballturniere
starteten, entschieden wir uns kurzfristig schon am Donnerstag ans
Turnfest zu reisen. Lex konnte auf einem nahegelegen Bauernhof
Übernachtungsmöglichkeiten organisieren. So bestiegen 14 HübelerInnen
gegen 19 Uhr in Liestal den reservierten Zug Richtung Frauenfeld. Dort
angekommen orientierten wir uns und machten uns auf zum Bauernhof. Mit
Sack und Pack stand ein ca. 1km langer Fussmarsch an. Nach dem Einpuffen
zog es uns zum Festzentrum, wo wir uns in einigen Beizli auf das
Turnfest einstimmten. Aufgrund des Turniers am nächsten Tag, wurde
natürlich ein stricktes Alkoholverbot auferlegt:-) Gegen 1 Uhr machten
wir uns auf den Heimweg. Zum ersten Mal zeigte sich, dass das Festgelände
zwar zentral lag, jedoch war alles sehr weitläufig.
In
einer Kartoffelscheune zu schlafen ist nicht sehr erholsam. Diese
Erfahrung mussten leider einige von uns machen. Nach einer zum Teil sehr
kurzen Nachtruhe war bereits um 6.30 Uhr Tagwach. Anschliessend wurde im
Tankstellenshop nebenan verpflegt und um 7.30 machten wir uns auf den Weg
zu den Turnhallen. Dabei hatte das Mixedteam den weiteren Weg als die
Männer Mannschaft. Im Bus ging es nämlich auf die andere Seite der Stadt
während die "Alten" nur in eine Militärhalle auf dem
Festgelände gehen mussten. An den Spielorten trafen wir auf die drei
Hübeler, welche erst am Freitag Morgen angereist waren.
Nun
wurde während des ganzen Tages Volleyball gespielt. Obwohl es nicht sehr
angenehm ist einen Tag lang in einer Turnhalle zu sein, konnten wir uns
glücklich schätzen, denn zwischendurch regnete es in Strömen. Das
Mixedturnier bestritten 15 Teams. In drei Fünfergruppen wurden die
Finalgruppen erspielt. Dabei machten wir mit zwei Siegen und zwei
Unentschieden eine gute Falle. Wir erreichten den zweiten Gruppenrang und
konnten somit um Rang 4 spielen. In der Finalrund gewannen wir das erste
Spiel und verloren das Zweit. So erreichten wir den guten 5. Rang.
Angesichts der Stärke der Teams lag für uns nicht mehr drin. Wir
dürfen darum mit unserer Leistung sehr zufrieden sein.
Das
Turnier der Männer wurde nur in einer Gruppe gespielt. Sieben Teams
spielten jeder gegen jeden. Folglich bestritt jedes Team sechs Spiele.
Unser Team gewann fünf und verlor nur gegen die mit Abstand beste
Mannschaft. Damit erreichte die Männermannschaft den zweiten Turnierrang.
Die
Volleyballturniere haben allen Spielern viel Spass gemacht und es
herrschte stets ein guter Teamgeist. Beide Teams erreichten eine
Platzierung im ersten Drittel und gewannen somit je einen der begehrten
Wimpel. Der Freitag war für unseren Verein ein voller Erfolg.
Nach
den Turnieren trafen sich unsere beiden Teams nach langem hin und her im
Festzentrum. In einem überfüllten Beizli fanden wir schliesslich zwei
Tische, so dass wir zusammen etwas trinken und von unseren Heldentaten
erzählen konnten. Anschliessend war individueller Ausgang im schon etwas
belebteren Festzentrum. Die meisten kehrten aber schon relativ früh
wieder in die Unterkunft zurück, war doch der Tag sehr anstrengend und
ein Wettkampftag stand ja noch bevor.
Die
meisten hatten sich an die Übernachtungsstätte gewöhnt, oder waren so
müde, dass die zweite Nacht erholsamer war. Zwischen 7 und 8 Uhr war frühstücken angesagt. Diesmal mussten wir nicht im Shop unser Essen
beschaffen, wir wurden mit einem Buuräzmorgä von den Bauern verköstigt.
Unsere Gruppe zählte beim Frühstück bereits 19 Mitglieder. Die drei,
welche am Samstag Morgen anreisten, trafen wir an der ersten
Wettkampfstätte. Die
Mannschaft der "Aktiven" bestritt ihre drei Wettkampfteile
zuerst. Wir starteten um 10.30 Uhr mit dem Fachtest Volleyball. Diese
Disziplin hatten wir oft und intensiv geübt. Folglich waren wir guter
Dinge für unseren Einsatz. Leider hatten wir die Rechnung nicht mit Petrus
gemacht. Der Fachtest fand am ETF im Freien, auf einem Fussballfeld statt.
Dies wussten wir, jedoch konnten wir nie auf Rasen trainieren. Doch das
Problem lag woanders. Das Wetter war zwar besser als am Freitag, dafür
wehte ein kräftiger Wind über Frauenfeld. Dies ist für präzise
Volleyballübungen natürlich Gift. "Vergiftet" waren wir dann
auch nach dem Wettkampf. Es ist uns nämlich ziemlich alles missraten, was
missraten kann. Alleine die Schuld auf das Wetter zu schieben wäre zu
einfach. Es passierten allen Fehler, welche sonst nie passiert sind und
die Verunsicherung war durchwegs gross. Schlussendlich erreichten wir mit
gut 7 Punkten etwa 2 Punkte weniger als in unserem Budget.
Der
Fachtest Volleyball hat viel Zeit in Anspruch genommen. Deswegen mussten
wir uns schon beeilen, um uns rechtzeitig im Laufzelt anzumelden. Dort
stand die Pendelstafette 80m auf dem Programm, unser zweiter
Wettkampfteil. Unser Team konnte in Bestbesetzung antreten. Wir konnten so
zwar nicht trainieren, aber die Wechsel haben wir vorsichtig gestaltet und
so war das Risiko klein. Obwohl der Lauf in einem Zelt stattfand, war der
Rasen glitschig und alle Läufer waren über die Nagelschuhe froh.
Eigentlich lief alles ideal, bis zu dem Zeitpunkt, als ein Fremder Nitro
vor der Bahn hindurch lief. Dieser unglaubliche Zwischenfall hat uns sicher
2 Sekunden gekostet. Eine halbe Welt bei diesem Wettkampf. Wir erreichten
schliesslich 8.21 Punkte, was auch leicht unter dem Möglichen lag.
Nach
der Stafette dislozierten wir zum Fachtest Allround. Dort wurden wir um
14.15 Uhr erwartet. Auch diese Disziplin haben wir minuziös geübt und
wir konnten in bester Besetzung antreten. Aber, um es vorweg zu nehmen,
auch hier konnten wir nicht reüssieren. Wir wirkten nervös,
unkonzentriert und machten ungewohnte Fehler. Die super Punktzahlen vom
Training und auch von der KMVW konnten wir nicht umsetzen. Wahrscheinlich
wollte es jeder perfekt machen, weil wir wussten, dass wir eigentlich gut
sind. Nur eine Gruppe schaffte in einem Teil ein super Resultat, aber da
war der halbe Wettkampf schon gelaufen. Die Punktezahl 8.56 ist eigentlich
nicht schlecht, aber auch hier haben wir schon 9.5 Punkte erreicht. Es
muss aber auch gesagt werden, dass am ETF die Punktezahlen im FTA allgemein
nicht so hoch lagen. Hat wahrscheinlich etwas mit dem windigen und
regnerischen Wetter zu tun.
Somit
war der Wettkampf der "Aktiven" beendet und das Bier begann
(gesittet) zu fliessen. Wir hatten den Vereinswettkampf in der 6.
Stärkeklasse mit 23.92 Punkten auf dem 78. Platz von 188 Vereinen
beendet. Ziel B (eine Platzierung in der ersten Ranglistenhälfte; Ziel A:
im ersten Drittel) haben wir erreicht und das ist schön. Noch
während des Fachtest Allround der Aktiven mussten sich die Männer auf
den Weg zur ersten Disziplin machen. Um 15.45 Uhr stand Fit und Fun
Prellen+Werfen auf dem Programm. Diese beiden Teildisziplinen wurden in je
zwei Vierergruppen bestritten. Beide Gruppen absolvierten die Läufe
problemlos. In der Endabrechnung haben wir aber festgestellt, dass die
erreichten Punkte nicht für ein Topresultat gereicht haben. Die Note 8.26
war weniger als erwartet wurde. Scheinbar waren unsere Abläufe zu wenig
schnell.
Gegen
halb sechs Uhr waren die Kombi Läufe angesagt. Diese Disziplin besteht
aus einem Rugbylauf und einem Unihockeylauf, welcher wiederum in zwei
Viererteams bestritten wurde. Dabei wurde der Rugbylauf zum Debakel. Beide
Mannschaften machten Fehler, welche sonst nie vorgekommen sind. So ging
zwei, drei mal der Ball verloren und dies ist bei dieser Übung dramatisch.
Zusammen mit dem Unihockeylauf, welcher durchschnittlich gut war,
erreichten wir die Note 7.51. Dies stellte eine klare Enttäusch dar,
haben wir doch an den KMVW in beiden Wettkampfteilen gut bis sehr gut
abgeschnitten.
Erst
um 19.30 Uhr bestritten wir die letzte Disziplin, den Fachtest Allround.
Dieser Wettkampfteil gelang uns gut und wir konnten die höchste Note
unseres Vereins an diesem Tag erzielen (8.74). Wie
bei den Akiven, ist es uns bei den Männern leider auch nicht gelungen die
guten Trainingsresultate und die Resultate von der KMVW am ETF umzusetzen.
Es ist schwierig zu sagen woran es gelegen hat. Wahrscheinlich sind es
aber einige kleine Sachen, welche einfach nicht zusammen gepasst haben. Evtl.
hatte das Volleyballturnier vom Vortag auch damit zu tun. Am Kant.
Turnfest in Thürnen haben wir am Vereinswettkampf auch nicht gut
abgeschnitten. Damals haben wir auch die Spielturniere bestritten. Aber
was soll's? An einem Breitensportanlass mit diesen Dimensionen zählt
einzig und alleine die Teilnahme, denn wer erinnert sich in einem Jahr
noch, welchen Platz wir erreicht haben. Alle wissen aber noch, dass wir
an einem tollen Turnfest aktiv teilgenommen haben. Das Männerteam
erreichte übrigens den 92. Rang von 191 Vereinen (Stärkeklasse 6). Auch
hier haben wir Ziel B erreicht und fast 100 Vereine hinter uns gelassen. Es
wurde etwa halb neun Uhr bis die Letzten zum Ersten, wohlverdienten Bier
kamen. Am Rande des Festzentrums konnten wir alle zusammen einen
nehmen, bevor sich unser Verein verzettelte. Ein paar machen sich auf den
Heimweg und die anderen stürzten sich ins Getümmel.
Das
EFT07 war ein top organisierter Anlass. Aber es hatte brutal viele Leute.
Wir als austrainierte Topathleten (V-Figuren) mussten uns seitwärts durch die
Menschenmassen im Festzentrum quetschen. Aber es herrschte zu jeder Zeit
eine super eindrückliche Stimmung und als sich die Hübeler mitten auf
der Piazza zwei Tische erobern konnten, war der Abend erst recht lanciert.
Wir vergnügten uns bis in die Morgenstunden oder bis alle Schnitzelbrotbuden
ausgeschossen waren. Anschliessend suchten wir - ein paar früher, ein paar
später - das reservierte Zelt. Dabei fand nicht jeder seine Luftmatratze,
das sind aber Details. Vier ganz hartgesottene aus unseren Reihen entschieden , dass
es sich um 5 Uhr nicht mehr lohnte, liegen zu gehen. Kurzerhand schlossen
sie sich mit anderen Turnern zusammen und überbrückten die Zeit sonst
irgendwie.
Der
Morgen danach war dann für alle entsprechend hart. Wir hatten jetzt
endgültig genug vom Turnfest und entschieden uns die erste Möglichkeit
zu nutzen um nach Hause zu fahren. So endete das Abendteuer Turnfest für uns
irgendwann vor zwölf Uhr zu Hause im Bett. Das
ETF07 in Frauenfeld war ein riesen Erlebnis. Das Fest war tadellos
organisiert, das Wetter war nicht ideal, aber angenehm und wir hatten ein
super Hübeler Team. Es ist toll, dass der ganze Verein mit Vollgas
mitgemacht hat. Nach dem Fest kam die Idee auf, im Dorf ein Countdown zum
nächsten ETF aufzustellen. Ob wir wirklich so weit gehen, bleibt zu
bezweifeln, jedoch freuen wir uns jetzt schon auf das nächste EFT. Im
Juli 07, Ben Fotos:
Monika, Lex, Ben |