Bericht vom Eidg. Turnfest 2007 in Frauenfeld

Nach einer - für unsere Verhältnisse - intensiven Vorbereitungszeit, starteten wir am Donnerstag Abend des 22. Juni das Abenteuer ETF07. Da am Freitag Morgen bereits um halb neun Uhr unsere Volleyballturniere starteten, entschieden wir uns kurzfristig schon am Donnerstag ans Turnfest zu reisen. Lex konnte auf einem nahegelegen Bauernhof Übernachtungsmöglichkeiten organisieren. So bestiegen 14 HübelerInnen gegen 19 Uhr in Liestal den reservierten Zug Richtung Frauenfeld. Dort angekommen orientierten wir uns und machten uns auf zum Bauernhof. Mit Sack und Pack stand ein ca. 1km langer Fussmarsch an. Nach dem Einpuffen zog es uns zum Festzentrum, wo wir uns in einigen Beizli auf das Turnfest einstimmten. Aufgrund des Turniers am nächsten Tag, wurde natürlich ein stricktes Alkoholverbot auferlegt:-) Gegen 1 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Zum ersten Mal zeigte sich, dass das Festgelände zwar zentral lag, jedoch war alles sehr weitläufig.

 

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In einer Kartoffelscheune zu schlafen ist nicht sehr erholsam. Diese Erfahrung mussten leider einige von uns machen. Nach einer zum Teil sehr kurzen Nachtruhe war bereits um 6.30 Uhr Tagwach. Anschliessend wurde im Tankstellenshop nebenan verpflegt und um 7.30 machten wir uns auf den Weg zu den Turnhallen. Dabei hatte das Mixedteam den weiteren Weg als die Männer Mannschaft. Im Bus ging es nämlich auf die andere Seite der Stadt während die "Alten" nur in eine Militärhalle auf dem Festgelände gehen mussten. An den Spielorten trafen wir auf die drei Hübeler, welche erst am Freitag Morgen angereist waren.

 

 

Nun wurde während des ganzen Tages Volleyball gespielt. Obwohl es nicht sehr angenehm ist einen Tag lang in einer Turnhalle zu sein, konnten wir uns glücklich schätzen, denn zwischendurch regnete es in Strömen. Das Mixedturnier bestritten 15 Teams. In drei Fünfergruppen wurden die Finalgruppen erspielt. Dabei machten wir mit zwei Siegen und zwei Unentschieden eine gute Falle. Wir erreichten den zweiten Gruppenrang und konnten somit um Rang 4 spielen. In der Finalrund gewannen wir das erste Spiel und verloren das Zweit. So erreichten wir den guten 5. Rang. Angesichts der Stärke der Teams lag für uns nicht mehr drin. Wir dürfen darum mit unserer Leistung sehr zufrieden sein.

 

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Das Turnier der Männer wurde nur in einer Gruppe gespielt. Sieben Teams spielten jeder gegen jeden. Folglich bestritt jedes Team sechs Spiele. Unser Team gewann fünf und verlor nur gegen die mit Abstand beste Mannschaft. Damit erreichte die Männermannschaft den zweiten Turnierrang.

 

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Die Volleyballturniere haben allen Spielern viel Spass gemacht und es herrschte stets ein guter Teamgeist. Beide Teams erreichten eine Platzierung im ersten Drittel und gewannen somit je einen der begehrten Wimpel. Der Freitag war für unseren Verein ein voller Erfolg.

 

Nach den Turnieren trafen sich unsere beiden Teams nach langem hin und her im Festzentrum. In einem überfüllten Beizli fanden wir schliesslich zwei Tische, so dass wir zusammen etwas trinken und von unseren Heldentaten erzählen konnten. Anschliessend war individueller Ausgang im schon etwas belebteren Festzentrum. Die meisten kehrten aber schon relativ früh wieder in die Unterkunft zurück, war doch der Tag sehr anstrengend und ein Wettkampftag stand ja noch bevor.

 

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Die meisten hatten sich an die Übernachtungsstätte gewöhnt, oder waren so müde, dass die zweite Nacht erholsamer war. Zwischen 7 und 8 Uhr war frühstücken angesagt. Diesmal mussten wir nicht im Shop unser Essen beschaffen, wir wurden mit einem Buuräzmorgä von den Bauern verköstigt. Unsere Gruppe zählte beim Frühstück bereits 19 Mitglieder. Die drei, welche am Samstag Morgen anreisten, trafen wir an der ersten Wettkampfstätte.

 

Die Mannschaft der "Aktiven" bestritt ihre drei Wettkampfteile zuerst. Wir starteten um 10.30 Uhr mit dem Fachtest Volleyball. Diese Disziplin hatten wir oft und intensiv geübt. Folglich waren wir guter Dinge für unseren Einsatz. Leider hatten wir die Rechnung nicht mit Petrus gemacht. Der Fachtest fand am ETF im Freien, auf einem Fussballfeld statt. Dies wussten wir, jedoch konnten wir nie auf Rasen trainieren. Doch das Problem lag woanders. Das Wetter war zwar besser als am Freitag, dafür wehte ein kräftiger Wind über Frauenfeld. Dies ist für präzise Volleyballübungen natürlich Gift. "Vergiftet" waren wir dann auch nach dem Wettkampf. Es ist uns nämlich ziemlich alles missraten, was missraten kann. Alleine die Schuld auf das Wetter zu schieben wäre zu einfach. Es passierten allen Fehler, welche sonst nie passiert sind und die Verunsicherung war durchwegs gross. Schlussendlich erreichten wir mit gut 7 Punkten etwa 2 Punkte weniger als in unserem Budget.

 
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 Der Fachtest Volleyball hat viel Zeit in Anspruch genommen. Deswegen mussten wir uns schon beeilen, um uns rechtzeitig im Laufzelt anzumelden. Dort stand die Pendelstafette 80m auf dem Programm, unser zweiter Wettkampfteil. Unser Team konnte in Bestbesetzung antreten. Wir konnten so zwar nicht trainieren, aber die Wechsel haben wir vorsichtig gestaltet und so war das Risiko klein. Obwohl der Lauf in einem Zelt stattfand, war der Rasen glitschig und alle Läufer waren über die Nagelschuhe froh. Eigentlich lief alles ideal, bis zu dem Zeitpunkt, als ein Fremder Nitro vor der Bahn hindurch lief. Dieser unglaubliche Zwischenfall hat uns sicher 2 Sekunden gekostet. Eine halbe Welt bei diesem Wettkampf. Wir erreichten schliesslich 8.21 Punkte, was auch leicht unter dem Möglichen lag.

 
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Nach der Stafette dislozierten wir zum Fachtest Allround. Dort wurden wir um 14.15 Uhr erwartet. Auch diese Disziplin haben wir minuziös geübt und wir konnten in bester Besetzung antreten. Aber, um es vorweg zu nehmen, auch hier konnten wir nicht reüssieren. Wir wirkten nervös, unkonzentriert und machten ungewohnte Fehler. Die super Punktzahlen vom Training und auch von der KMVW konnten wir nicht umsetzen. Wahrscheinlich wollte es jeder perfekt machen, weil wir wussten, dass wir eigentlich gut sind. Nur eine Gruppe schaffte in einem Teil ein super Resultat, aber da war der halbe Wettkampf schon gelaufen. Die Punktezahl 8.56 ist eigentlich nicht schlecht, aber auch hier haben wir schon 9.5 Punkte erreicht. Es muss aber auch gesagt werden, dass am ETF die Punktezahlen im FTA allgemein nicht so hoch lagen. Hat wahrscheinlich etwas mit dem windigen und regnerischen Wetter zu tun.

 
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Wie soll man mit denen auch nur einen Blumentopf gewinnen:-)

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Somit war der Wettkampf der "Aktiven" beendet und das Bier begann (gesittet) zu fliessen. Wir hatten den Vereinswettkampf  in der 6. Stärkeklasse mit 23.92 Punkten auf dem 78. Platz von 188 Vereinen beendet. Ziel B (eine Platzierung in der ersten Ranglistenhälfte; Ziel A: im ersten Drittel) haben wir erreicht und das ist schön.

 

Noch während des Fachtest Allround der Aktiven mussten sich die Männer auf den Weg zur ersten Disziplin machen. Um 15.45 Uhr stand Fit und Fun Prellen+Werfen auf dem Programm. Diese beiden Teildisziplinen wurden in je zwei Vierergruppen bestritten. Beide Gruppen absolvierten die Läufe problemlos. In der Endabrechnung haben wir aber festgestellt, dass die erreichten Punkte nicht für ein Topresultat gereicht haben. Die Note 8.26 war weniger als erwartet wurde. Scheinbar waren unsere Abläufe zu wenig schnell.

 
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Gegen halb sechs Uhr waren die Kombi Läufe angesagt. Diese Disziplin besteht aus einem Rugbylauf und einem Unihockeylauf, welcher wiederum in zwei Viererteams bestritten wurde. Dabei wurde der Rugbylauf zum Debakel. Beide Mannschaften machten Fehler, welche sonst nie vorgekommen sind. So ging zwei, drei mal der Ball verloren und dies ist bei dieser Übung dramatisch. Zusammen mit dem Unihockeylauf, welcher durchschnittlich gut war, erreichten wir die Note 7.51. Dies stellte eine klare Enttäusch dar, haben wir doch an den KMVW in beiden Wettkampfteilen gut bis sehr gut abgeschnitten.

 
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Erst um 19.30 Uhr bestritten wir die letzte Disziplin, den Fachtest Allround. Dieser Wettkampfteil gelang uns gut und wir konnten die höchste Note unseres Vereins an diesem Tag erzielen (8.74).

Wie bei den Akiven, ist es uns bei den Männern leider auch nicht gelungen die guten Trainingsresultate und die Resultate von der KMVW am ETF umzusetzen. Es ist schwierig zu sagen woran es gelegen hat. Wahrscheinlich sind es aber einige kleine Sachen, welche einfach nicht zusammen gepasst haben. Evtl. hatte das Volleyballturnier vom Vortag auch damit zu tun. Am Kant. Turnfest in Thürnen haben wir am Vereinswettkampf auch nicht gut abgeschnitten. Damals haben wir auch die Spielturniere bestritten. Aber was soll's? An einem Breitensportanlass mit diesen Dimensionen zählt einzig und alleine die Teilnahme, denn wer erinnert sich in einem Jahr noch, welchen Platz wir erreicht haben. Alle wissen aber noch, dass wir an einem tollen Turnfest aktiv teilgenommen haben. Das Männerteam erreichte übrigens den 92. Rang von 191 Vereinen (Stärkeklasse 6). Auch hier haben wir Ziel B erreicht und fast 100 Vereine hinter uns gelassen.

 

Es wurde etwa halb neun Uhr bis die Letzten zum Ersten, wohlverdienten Bier kamen. Am Rande des Festzentrums konnten wir alle zusammen einen nehmen, bevor sich unser Verein verzettelte. Ein paar machen sich auf den Heimweg und die anderen stürzten sich ins Getümmel.

 
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Das EFT07 war ein top organisierter Anlass. Aber es hatte brutal viele Leute. Wir als austrainierte Topathleten (V-Figuren) mussten uns seitwärts durch die Menschenmassen im Festzentrum quetschen. Aber es herrschte zu jeder Zeit eine super eindrückliche Stimmung und als sich die Hübeler mitten auf der Piazza zwei Tische erobern konnten, war der Abend erst recht lanciert. Wir vergnügten uns bis in die Morgenstunden oder bis alle Schnitzelbrotbuden ausgeschossen waren. Anschliessend suchten wir - ein paar früher, ein paar später - das reservierte Zelt. Dabei fand nicht jeder seine Luftmatratze, das sind aber Details. Vier ganz hartgesottene aus unseren Reihen entschieden , dass es sich um 5 Uhr nicht mehr lohnte, liegen zu gehen. Kurzerhand schlossen sie sich mit anderen Turnern zusammen und überbrückten die Zeit sonst irgendwie.

 
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Der Morgen danach war dann für alle entsprechend hart. Wir hatten jetzt endgültig genug vom Turnfest und entschieden uns die erste Möglichkeit zu nutzen um nach Hause zu fahren. So endete das Abendteuer Turnfest für uns irgendwann vor zwölf Uhr zu Hause im Bett.

 

Das ETF07 in Frauenfeld war ein riesen Erlebnis. Das Fest war tadellos organisiert, das Wetter war nicht ideal, aber angenehm und wir hatten ein super Hübeler Team. Es ist toll, dass der ganze Verein mit Vollgas mitgemacht hat. Nach dem Fest kam die Idee auf, im Dorf ein Countdown zum nächsten ETF aufzustellen. Ob wir wirklich so weit gehen, bleibt zu bezweifeln, jedoch freuen wir uns jetzt schon auf das nächste EFT.

 

Im Juli 07, Ben

 

Fotos: Monika, Lex, Ben