Mädchenriege- und Jugireise vom 21.+22. Mai 2004

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Im letzten Herbst ist unter den Leitern der Mädchenriege und der Jugi die Idee aufgekommen, im Frühling mit den Kinder aller Riegen auf eine zweitägige Reise zu gehen. Wir wollten eine Reise organisieren, welche den Ansprüchen aller Kinder entspricht. Da das Alter der Kinder sehr unterschiedlich ist (7-16 Jahre) war diesdie grösste Herausforderung. In zwei kurzen Leitermeetings gelang es uns aber eine geeignete Reise zu definieren.

 

Am Samstag, 21. Mai um 8.30 Uhr besammelten wir uns auf dem Schulhausplatz. Alle drängten sich an einen geschützten Ort, denn über dem Hübel hingen dicke Wolken und es regnete aus allen Kübeln. Da wir am ersten Tag nicht so auf das Wetter angewiesen waren und der Wetterbericht für den Sonntag besser war, störte dies jedoch nur die Allerwenigsten.

Unsere Reise startete per Bus Richtung Liestal, wo wir den Zug nach Olten - Arth Goldau - Brunnen nahmen. Für unsere Gruppe von 46 Leuten (38 Kinder, 8 Leiter) stand jeweils ein ganzer Wagen der SBB zur Verfügung. In Brunnen regnete es nur noch leicht und so war der kurze, aber um so steilere, Aufstieg zu Fuss nach Morschach erträglich. Dieser Marsch wurde vor allem für die Kleinen mit den grossen, randvoll bepackten Rucksäcken zur ersten grossen Bewährungsprobe. Da wir aber einander geholfen haben, trafen wir um 12.30 Uhr hungrig in Morschach ein. Eigentlich wollten wir auf einem Spielplatz unsere erste Verpflegung aus dem Rucksack geniessen, da das Wetter aber immer noch schlecht war, fiel dies buchstäblich ins Wasser. Wir stellten unseren Plan um und checkten umgehend in unserer Bleibe für den Nachmittag und die Nacht - dem Swiss Holiday Park - ein. Dort konnten wir in einem Aufenthaltsraum zu Mittag essen.

 

Bereits um 13.30 Uhr ging das Programm im SHP los. Die kleinen Mädchen und Buben zogen sich um und genossen für etwa zwei Stunden - unter der Leitung von Raphaela, Alexandra, Matthias und Röbi - das Erlebnisbad mit der 100m langen Rutschbahn. Die Grossen überbrückten die Zeit, bis die Halle bereit war, mit Döggälä und Ping Pong. Anschliessend waren zwei Stunden spielen mit Rebekka, Claudia, Nitro und Ben angesagt. Nach diversen Partien Fussball, Unihockey und Basketball in der "düppigen" Halle, ging's zum Relaxen ins Bad. Aus dem Relaxen wurde aber allerdings - vor allem für die Leiter - nichts. Wir nahmen es locker, denn wir spekulierten fest darauf, dass die Nachruhe um so leichter durchzusetzen sei, was anschliessend uns wieder zu Gute kommen würde....Die Kleinen bestritten im zweiten Teil des Nachmittags ein ähnliches Spielprogramm in der grossen Turnhalle.

 

Gegen 18 Uhr konnten wir die Zimmer beziehen. Die Kinder hatten zwei 18er Massenlager zur Verfügung und für die Leiter gab's zwei enge 4er Zimmer. Als sich alle eingerichtet hatten und ihr Bett angezogen hatten, ging's zum Nachtessen in den schön gedeckten Speisesaal. Es gab etwas Einfaches, was in der Regel alle gern haben - Salat und Spaghetti. Nach dem Essen war individuelles Spielen angesagt. Im grossen Aufenthaltssaal wurde Billard, Ping-Pong, Tischfussball, Darts, Shuffle-Puck und Bowling gespielt. Um 21 Uhr hiess es Nachtruhe für die Kleinen. Die Grossen durften noch weiter spielen und nicht wenige schauten im TV, welche Szenen sich im St. Jakobpark abspielten als der Pokal endlich übergeben wurde. Um 23 Uhr war dann für alle Lichterlöschen angesagt. Zur Nachtruhe gibt's nur soviel zu sagen: Es war wie früher bei uns..., die Leiterinnen gaben alles..., und der gemütliche Feierabenddrink des Leiterteams verschob sich etwas gegen den Morgen. Aber was soll's, es ist nur einmal im Jahr Jugireise.

 

Den Frühsport am Sonntag Morgen liessen wir, zur Erleichterung aller, kurzfristig ausfallen. Nach dem Morgenessen gingen dafür einige nochmals für knapp eine Stunde ins Bad. Die Anderen vergnügten sich beim Gamen. Um 10.30 Uhr hiess es vorwärts marsch. Wir starteten unsere Wanderung - bei relativ gutem Wetter - auf dem Weg der Schweiz Richtung Früelen. Bereits nach einigen hundert Meter zeigte sich, das Flüelen, vor allem für die Kleinen, ein ehrgeiziges Ziel sein würde. In Sisikon entschieden wir, dass wir nur bis zur Tellsplatte gehen werden. Da das reservierte Schiff von Flüelen aus alle Häfen am Vierwaldstättersee anläuft, war dies kein Problem. Auf dem Weg zur Tellsplatte assen wie zu Mittag und am "Tellsbeach" gingen sogar noch einige Verrückte in den eiskalten See baden. Um 15 Uhr bestiegen wir auf der Tellsplatte das berühmte Dampfschiff "Gallia". Dieses Schiff hat einen offenen Maschinenraum und es ist sehr eindrücklich zu sehen wie die Zylinder, Kurbelwellen und Schwungräder arbeiten. Nach einer knappen Stunde Schifffahrt - wo wir auch am Rütli anlegten -  trafen wir in Brunnen ein. Dort ging's zum Bahnhof, wo wir einen direkten Zug nach Liestal hatten. Auf der Rückfahrt wurde dann nochmals die ganze Müdigkeit abgelegt und Vollgas geben, ohne dass es jedoch - wie in der Vergangenheit auch schon vorgekommen - ausgeartet ist. Gegen 18.15 Uhr waren alle wieder heil und müde auf dem Hübel.

 

Das Leiterteam bedankt sich bei allen für die gute Disziplin die steht's geherrscht hat. Wir glauben, wir konnten eine ideale Reise organisieren und dass an diesem Weekend alle riesigen Spass hatten.

 

Ben, 31. Mai 2004         

 

Einige Bilder