|
Im letzten Herbst ist unter den Leitern der
Mädchenriege und der Jugi die Idee aufgekommen, im Frühling mit den
Kinder aller Riegen auf eine zweitägige Reise zu gehen. Wir wollten eine
Reise organisieren, welche den Ansprüchen aller Kinder entspricht. Da
das Alter der Kinder sehr unterschiedlich ist (7-16 Jahre) war diesdie
grösste Herausforderung. In zwei kurzen Leitermeetings gelang es uns
aber eine geeignete Reise zu definieren.
Am Samstag, 21. Mai um 8.30 Uhr besammelten wir uns
auf dem Schulhausplatz. Alle drängten sich an einen geschützten Ort,
denn über dem Hübel hingen dicke Wolken und es regnete aus allen Kübeln.
Da wir am ersten Tag nicht so auf das Wetter angewiesen waren und der
Wetterbericht für den Sonntag besser war, störte dies jedoch nur die
Allerwenigsten.
Unsere Reise startete per Bus Richtung Liestal, wo
wir den Zug nach Olten - Arth Goldau - Brunnen nahmen. Für unsere Gruppe
von 46 Leuten (38 Kinder, 8 Leiter) stand jeweils ein ganzer Wagen der
SBB zur Verfügung. In Brunnen regnete es nur noch leicht und so war der
kurze, aber um so steilere, Aufstieg zu Fuss nach Morschach erträglich.
Dieser Marsch wurde vor allem für die Kleinen mit den grossen, randvoll
bepackten Rucksäcken zur ersten grossen Bewährungsprobe. Da wir aber
einander geholfen haben, trafen wir um 12.30 Uhr hungrig in Morschach
ein. Eigentlich wollten wir auf einem Spielplatz unsere erste
Verpflegung aus dem Rucksack geniessen, da das Wetter aber immer noch
schlecht war, fiel dies buchstäblich ins Wasser. Wir stellten unseren
Plan um und checkten umgehend in unserer Bleibe für den Nachmittag und
die Nacht - dem Swiss Holiday Park - ein. Dort konnten wir in einem
Aufenthaltsraum zu Mittag essen.
Bereits um 13.30 Uhr ging das Programm im SHP los.
Die kleinen Mädchen und Buben zogen sich um und genossen für etwa zwei
Stunden - unter der Leitung von Raphaela, Alexandra, Matthias und Röbi -
das Erlebnisbad mit der 100m langen Rutschbahn. Die Grossen überbrückten
die Zeit, bis die Halle bereit war, mit Döggälä und Ping Pong.
Anschliessend waren zwei Stunden spielen mit Rebekka, Claudia, Nitro und
Ben angesagt. Nach diversen Partien Fussball, Unihockey und Basketball
in der "düppigen" Halle, ging's zum Relaxen ins Bad. Aus dem Relaxen
wurde aber allerdings - vor allem für die Leiter - nichts. Wir nahmen es
locker, denn wir spekulierten fest darauf, dass die Nachruhe um so
leichter durchzusetzen sei, was anschliessend uns wieder zu Gute kommen
würde....Die Kleinen bestritten im zweiten Teil des Nachmittags ein
ähnliches Spielprogramm in der grossen Turnhalle.
Gegen 18 Uhr konnten wir die Zimmer beziehen. Die
Kinder hatten zwei 18er Massenlager zur Verfügung und für die Leiter
gab's zwei enge 4er Zimmer. Als sich alle eingerichtet hatten und ihr
Bett angezogen hatten, ging's zum Nachtessen in den schön gedeckten
Speisesaal. Es gab etwas Einfaches, was in der Regel alle gern haben -
Salat und Spaghetti. Nach dem Essen war individuelles Spielen angesagt.
Im grossen Aufenthaltssaal wurde Billard, Ping-Pong, Tischfussball,
Darts, Shuffle-Puck und Bowling gespielt. Um 21 Uhr hiess es Nachtruhe
für die Kleinen. Die Grossen durften noch weiter spielen und nicht
wenige schauten im TV, welche Szenen sich im St. Jakobpark abspielten
als der Pokal endlich übergeben wurde. Um 23 Uhr war dann für alle
Lichterlöschen angesagt. Zur Nachtruhe gibt's nur soviel zu sagen: Es
war wie früher bei uns..., die Leiterinnen gaben alles..., und der
gemütliche Feierabenddrink des Leiterteams verschob sich etwas gegen den
Morgen. Aber was soll's, es ist nur einmal im Jahr Jugireise.
Den Frühsport am Sonntag Morgen liessen wir, zur
Erleichterung aller, kurzfristig ausfallen. Nach dem Morgenessen gingen
dafür einige nochmals für knapp eine Stunde ins Bad. Die Anderen
vergnügten sich beim Gamen. Um 10.30 Uhr hiess es vorwärts marsch. Wir
starteten unsere Wanderung - bei relativ gutem Wetter - auf dem Weg der
Schweiz Richtung Früelen. Bereits nach einigen hundert Meter zeigte
sich, das Flüelen, vor allem für die Kleinen, ein ehrgeiziges Ziel sein
würde. In Sisikon entschieden wir, dass wir nur bis zur Tellsplatte
gehen werden. Da das reservierte Schiff von Flüelen aus alle Häfen am
Vierwaldstättersee anläuft, war dies kein Problem. Auf dem Weg zur
Tellsplatte assen wie zu Mittag und am "Tellsbeach" gingen sogar noch
einige Verrückte in den eiskalten See baden. Um 15 Uhr bestiegen wir auf
der Tellsplatte das berühmte Dampfschiff "Gallia". Dieses Schiff hat
einen offenen Maschinenraum und es ist sehr eindrücklich zu sehen wie
die Zylinder, Kurbelwellen und Schwungräder arbeiten. Nach einer knappen
Stunde Schifffahrt - wo wir auch am Rütli anlegten - trafen wir in
Brunnen ein. Dort ging's zum Bahnhof, wo wir einen direkten Zug nach
Liestal hatten. Auf der Rückfahrt wurde dann nochmals die ganze
Müdigkeit abgelegt und Vollgas geben, ohne dass es jedoch - wie in der
Vergangenheit auch schon vorgekommen - ausgeartet ist. Gegen 18.15 Uhr
waren alle wieder heil und müde auf dem Hübel.
Das Leiterteam bedankt sich bei allen für die gute
Disziplin die steht's geherrscht hat. Wir glauben, wir konnten eine
ideale Reise organisieren und dass an diesem Weekend alle riesigen Spass
hatten.
Ben, 31. Mai 2004
|