Technischer Bericht 2003

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Allgemeiner Rückblick

 

Im Jahr 2003 hatten wir wiederum ein sehr abwechslungsreiches Vereinjahr. Neben dem, an der letzten GV beschlossenen Jahresprogramm, hatten wir diverse andere Aktivitäten bestritten, welche weiter hinten dokumentiert werden. In den Trainings wurde der polysportive Gedanke in vollen Zügen ausgelebt. So spielten wir z. B. ein vereinsinternes Federballturnier, machten einen Dorf OL, gingen zum Klettern und Kartfahren oder führten mit allen Riegen ein Konditionstest durch. Im Sommer spielten wir mit dem TV Lupsingen und dem TV Büren ein Fussballturnier und auch gesellige Anlässe wie eine Velotour oder ein Spaghettiessen fehlten nicht. Im Frühling beschafften wir uns neue Vereins T-Shirts, so dass nun endlich alle Riegen das gleiche Outfit haben. Die Leiter haben sämtliche Kantonal- und Bezirksleiterkurse und Konferenzen besucht, damit wir immer auf dem neusten Stand bleiben. Der Aktivmitgliederbestand blieb konstant und wir konnten seit dem Sommer drei Jugeler als Mitturner in die Aktivriege integrieren. Der Bestand der Jugi ging um etwa vier Kinder zurück. Das hat weniger mit schlechten Erfahrungen in unserem Verein zu tun, als mit dem FCB Effekt, welcher den Fussballklubs Wartelisten mit fussballverrückten Kindern beschert.

Wir hatten sowohl am Bezirksturnfest der Erwachsenen als auch an demjenigen der Jugendlichen Siegerteams. Ausserdem gewannen wir den Bezirkscup 2003 mit grossem Vorsprung.

 

Sportliche Anlässe

 

Wie immer in den letzten Jahren, stellte das Finale der Volleyball Bezirksmeisterschaft im Februar den Auftakt der Wettkampfperiode 2003 dar (Bericht).  

Ende März war das Schiweekend in Gimmelwald (Mürren) angesagt. Zum ersten Mal dehnten wir diesen Anlass auf drei Tage aus. Bereits am Freitagmorgen standen die am meisten Angefressenen (die Angefressensten ?) auf den Schis oder Snowboards. Gegen Samstag Nachmittag konnte man dann die komplette 15er Gruppe im Drehrestaurant auf dem Schilthorn antreffen. Zwar waren dieses Jahr nicht alle Teilnehmer vom Turnverein, aber die Stimmung war trotzdem - oder deswegen - während dem ganzen Weekend sensationell.

Bereits zwei Wochen später starteten wir mit der ganzen Jugi am Unihockeyturnier in Liestal. Unser letztjähriges Siegerteam in der Kategorie B musste in der Kategorie A starten und war, wie vorhergesehen, den anderen Mannschaften weitgehend unterlegen. Trotzdem kämpften die Jungs grossartig und zogen sich mit dem 4. Rang von sieben Mannschaften gut aus der Affäre. In der Kategorie C kamen zwei Teams unseres Vereins zum Einsatz. Wir haben diesmal bewusst eine eher stärkere und eine etwas schwächere Mannschaft zusammengestellt, was sich in der Rangliste mit einem 5. und 8. Rang von 11 Teams nicht deutlich niedergeschlagen hat. An diesem Sonntag hat sich herausgestellt, dass vermeintlich Schwächere mit grossem Einsatz, trotzdem gut abschneiden können.

Da die Teilnahme am Bezirkscup 2003 ein Ziel von uns war, versuchten wir für den Lupsingerlauf, welcher für diesen Cup gewertet wurde, eine Läufermannschaft zu bilden. Dazu mussten wir auch ausserhalb des Vereins auf die Suche gehen. Am Samstag vor dem Eierleset starteten schlussendlich Rebekka, Romeo, Roger, Nitro und ich in Lupsingen. Da wir alle nicht so lauferfahren sind, schrieben wir uns für die kurze Distanz (5 km) ein. Es war für alle eine grosse Anstrengung, aber das Erlebnis war toll und es hat uns viel Spass gemacht. Wäre toll, wenn sich das Team im nächsten Jahr vergrössern würde.

Das Eierleset fand im üblichen Rahmen statt. Es ist extrem schwierig diesem Anlass einen neuen „Touch“ zu verleihen, da der Austragungsort (Schulplatz) relativ stark einschränkt. Immerhin konnten wir im Zeitalter der mobilen Kommunikation das Handy in den Wettkampf einbauen, indem im Finaldurchgang das Startzeichen via SMS in die MZH übermittelt wurde.

Nach den Osterferien haben wir in den Turnstunden in lockerer Form die verschiedenen „Freestyledisziplinen“ des Bezirksturnfestes in Arisdorf geübt. So haben wir zum Beispiel einen Dorf OL gemacht, eine Velotour mit Strohballenrollen verbunden oder Speerzielwurf trainiert. Da die Disziplinen zum Vornherein nicht genau definiert wurden, habe ich Wert darauf gelegt, dass nicht zu verbissen trainiert wurde, so dass wir locker und flexibel am Turnfest starten konnten. Dies hat sich absolut ausbezahlt, denn mit dem 1. Rang in der Kategorie 2 und dem 7. Rang in der Kategorie 1 waren wir an einem Turnfest erfolgreich wie noch nie zuvor (Bericht).

Während die Aktiven die Turnfahrt genossen, nahm die Jugi Oberstufe an jenem Wochenende an einem Unihockeyturnier in Ziefen teil. Die Jungs haben sich für dieses Turnier selbst organisiert und erreichten den 5. Rang. Dies ist als gute Leistung zu werten, ist die Jugi momentan doch etwas zu klein für eine ausgeglichene Mannschaftszusammenstellung. So mussten Spieler eingesetzt werden, welche eigentlich eine Kategorie tiefer hätten starten können.

Mitte September haben wir mit der Mädchenriege und der Jugi am Bezirks Jugendturnfest in Frenkendorf teilgenommen. In allen drei Kategorien konnten wir ein Mixedteam stellen. Dabei hat es unser Nachwuchs fertig gebracht, dass jedes Team auf dem Podest stand und somit jedes Kind mit mindestens einer Silbermedaille nach Hause kam (Bericht). Die Zusammenarbeit mit der Mädchenriege am Turnfest hat sich auch in diesem Jahr bewährt und hat Spass gemacht.

Um weitere Punkte für den Bezirkscup sammeln zu können, haben Romeo, Stephane und Lex am Baselbieter Team OL unsere Vereinsfarben getragen und einen guten Platz im Mittelfeld belegt.

Ende November stand nach drei Jahren der Turnerabend wieder auf dem Programm. Es hat einiges gebraucht, um uns für diesen Anlass motivieren zu können, denn der Aufwand, um unseren Ansprüchen zu entsprechen, ist riesig. Rein sportlich war der Aufwand bescheiden. Jeder von uns hat das in die Show eingebracht, was er am Besten kann. Das Ganze haben wir dann gut verpackt und so wurden die beliebten Turnvorführungen ein Erfolg. Bis zum ersten Showabend hatte es den Anschein, als ob dieser Turnerabend zum Debakel werden würde. Schlussendlich kam es jedoch wie immer: Jeder riss sich zusammen und alles klappte nach Plan. Gemäss Aussagen diverser Besucher gelang uns einmal mehr ein Meisterstück. Für mich war imposant zu sehen, wie viele Leute, welche nicht direkt mit unserem Verein verbunden sind, uns am Turnerabend unterstützt haben.

  

Überblick der sportlichen Anlässe

 

17. Februar

Volleyballfinal

2. Rang

28.-30. März

Schiweekend

 

13. April

Jugi Unihockeyturnier, Liestal

4. / 5. / 8. Rang

26. April

Lupsinger Lauf

3. / 4. / 7. / 10. / 12. Rang

27. April

Eierleset

 

21. Juni

Bezirksturnfest Arisdorf

1. / 7. Rang

6. September

Jugi Unihockeyturnier Ziefen

5. Rang

14. September

Jugi Bezirksturnfest, Frenkendorf

1. / 1. / 2. Rang

26. Oktober

Baselbieter Team OL

8. Rang

21.+22. November

Turnerabend

 

  

Ausblick

 

Im nächsten Jahr findet das Regio Turnfest in Biel-Benken und der Kantonale Jugitag in Ormalingen statt. Diese zwei Anlässe werden sportlich die Höhepunkte des kommenden Jahres bilden, auf welche wir in der ersten Jahreshälfte auf die übliche Art und Weise trainieren werden. Nach Möglichkeit wollen wir an den Wettkämpfen, welche wir im letzten Jahr bestritten haben, wieder teilnehmen, um so wieder in die Wertung des Bezirkscups zu kommen. Einen guten Anfang dazu haben wir schon gemacht, indem wir momentan mitten in der Volleyball Bezirksmeisterschaft stecken. Bei der Gestaltung der Trainings werde ich weiterhin bestrebt sein, dass wir polysportiv bleiben, so dass alle auf ihre Kosten kommen.

Bei den Jugendriegen muss das Ziel sein, die Riegen zu vergrössern, denn nur so können wir den Weiterbestand dieser Riegen und schlussendlich der Aktivriege sichern. Im Frühling werden wir mit der Mädchenriege zusammen eine Jugireise machen, was den Zusammenhalt der Jungen sicher fördern wird.

 

Schlusswort

 

Wir haben in unserem Verein ein gutes Klima. Dies unterstreichen meiner Meinung nach die guten Leistungen in diesem Jahr. Es ist wichtig, dass dies auch in Zukunft so bleibt, denn für einen kleinen Verein ist dies entscheidend. Da momentan die Altersunterschiede der Aktivriege sehr gross sind, ist eine grosse Toleranz zwischen den einzelnen Altersgruppen gefordert. Es ist wichtig, dass alle diese Toleranz aufbringen, denn wir sind zurzeit zu wenige Mitglieder um Riegen mit den verschiedenen Altersgruppen bilden zu können. Ich denke, dass es vorerst kein Problem ist, wenn wir eine Riege mit einem grossen Altersspektrum haben, denn schliesslich wollen wir ja alle nur eines: Zusammen Sport treiben.

Ich bedanke mich bei allen, welche irgendwie zu dem tollen Vereinsjahr 2003 beigetragen haben und freue mich auf das kommende Jahr.

 

Christoph Wiesner, 15.12.03