Technischer Bericht 2004

Allgemeiner Rückblick

 

Das Jahr 2004 war für unseren Verein ein weiteres mal sehr positiv. Wir haben zahlreiche Wettkämpfe bestritten, konnten unsere Anlässe problemlos durchführen und vor allem verzeichneten die Statistiken der Turnstundenbesuche (Jugi und Aktivriege) ein Plus. Diese Indizien zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind.

Die Trainingseinheiten der Aktivriege sowie der Jugi haben wir wie in den vergangenen Jahren durchgeführt. D.h. normalerweise stand zu Beginn ein technischer, konditioneller Teil auf dem Programm und anschliessend wurde viel gespielt. Dabei haben Spiele wie Frisbee, Intercross oder Tschoukball ebensoviel Spass gemacht wie Fussball oder Unihockey. Für die jeweiligen Anlässe wurde relativ wenig, dafür umso intensiver geübt. Ich denke die Resultate haben unserer Trainingsstrategie weitgehend recht gegeben. Es zeigt sich immer mehr, dass man es bei Wettkämpfen und Turnieren nur nach ganz vorne bringt, wenn man sich spezialisiert. Es ist aber für uns als polysportiver Verein schön zu sehen, dass wir in vielen Sportarten mithalten können. Diese Flexibilität, welche immer weniger Vereine haben, zeichnet den TVS aus.

 

Sportliche Anlässe

 

Den ersten Wettkampf im 2004 bestritten wir bereits am 30. Januar. Das Volleyballteam durfte dann nämlich am Finalturnier der Bezirksmeisterschaft spielen. Wie in den vergangenen Jahren galt es, ein Halbfinalspiel zu gewinnen, damit um den Pokal gespielt werden konnte. Diese Qualifikation gelang uns gegen den TV Münchenstein mit dem Gesamtscore von 47:46 nur mit viel Mühe. Aufmerksame TVS Jahresberichtleser können sich vorstellen wie das Finalspiel endete. Fast schon „natürlich“ verloren wir gegen den TV Augst, jedoch um einiges knapper als in der Vergangenheit. Das Spiel, welches auf zwei Sätze beschränkt war, endete 1:1. Aufgrund des Gesamtscores von 35:46 blieb der Pokal dann aber ein weiteres Jahr in den Händen der Augster. Immerhin sprang für uns noch ein Salami raus. Obwohl wir aufgrund des Turnerabends 2003 nur sehr wenig Volleyball trainiert haben, konnten wir im Winter 03/04 trotzdem einige packende Spiele bestreiten.

 

Im Februar und März bereiteten wir unsere Jugeler auf das traditionelle Unihockeyturnier des TV Liestal. Dort stellten wir in jeder der drei Kategorien eine Mannschaft. Da für uns die Beteiligung vor dem Rang kam, konnten wir die Teams nicht optimal nach den Jahrgängen zusammenstellen. Dies hatte zur Folge, dass die Resultate nicht so ausfielen, wie wir das gewohnt sind. Wichtig war aber, dass alle einen begeisterten Einsatz gezeigt hatten und Erfahrungen für das nächste Jahr sammeln konnten.

Am Eierleset, welches Mitte April stattfand, gingen wir einmal einen neuen Weg. Wir machten uns die Mühe und stellten auf dem Schulplatz einen Hindernisparcours auf, welcher jeder Läufer zu absolvieren hatte. Mit zum Teil riskanten Überquerungen der Hindernisse konnte so den Zuschauern ein Spektakel geboten werden, wie es schon lange nicht mehr der Fall gewesen war. Zum Glück hatten wir das Wetter auf unserer Seite, haben sich doch die ersten Regentropfen erst aus den Wolken gelöst, als wir die zahlreichen Geräte wieder in der Turnhalle verstaut hatten. Der einzige Punkt, welcher am nächsten Eierleset verbessert werden muss, ist die Beteiligung der Aktiven. Diese war sehr dürftig und zeigte den Zuschauern (Sponsoren) kein positives Bild.

Zum Start des Lupsingerlaufs wurde am 24. April aufgerufen. In diesem Jahr nahmen fünf Hübeler daran teil, wobei nicht alle den Startschuss hörten, da sie noch verbissen am Einlaufen waren. Schlussendlich kamen Lex, Niklaus, Rolf, Romeo und ich trotzdem noch vor Kontrollschluss ins Ziel. Mir gelang es sogar in einem packenden Endspurt den „Lupsibärger Ironman“ noch vom Potest zu verdrängenJ

 

Die Jugireise vom 21. +22. Mai stand ganz im Zeichen des Sports. Zusammen mit der Mädchenriege und den Leitern umfasste unsere Gruppe gegen 50 Personen. Unser Ziel am Samstagmorgen war der Swiss Holiday Park in Morschach. Dort haben wir die Unterkunft, das Schwimmbad und die Sporthalle gemietet, um den ganzen Samstag und Sonntagmorgen zu verbringen. Die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten haben für die Jüngsten bis hin zu den Ältesten keine Wünsche offen gelassen. Am Sonntag standen eine Wanderung auf dem Weg der Schweiz und eine Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee auf dem Programm. Für mich war es eindrücklich zu sehen, dass das Leiterteam diesen Ausflug sehr schlank organisieren konnte und dass alles problemlos verlief. Ein detaillierter Bericht mit Bilder findet man auf der Homepage.

 

Bereits am 13. Juni standen wir mit den Mädchen und Buben ein weiteres Mal im Einsatz. Mit 40 Kindern nahmen wir am Kantonalen Jugendturnfest in Ormalingen teil. Dort bestritten wir diverse Ball und Geschicklichkeitswettkämpfe, welche wir teilweise in gemeinsamen Trainings mit der Mädchenriege geübt hatten. Bei sonst typischem Aprilwetter zeigte sich der Hübeler Nachwuchs einmal mehr von der besten Seite und erreichte in der ersten Stärkeklasse den 4. Rang von acht Vereinen. Bei der separat gewerteten Pendelstafette erzielte eines unserer Achterteams im Vorlauf sogar die beste Zeit der entsprechenden Kategorie (ca. 30 Teams). Im Finallauf konnte diese Topleistung leider nicht ganz bestätigt werden. Immerhin resultierte aber noch ein Platz auf dem Podest.

Eine Woche nach dem Jugitag stieg das Regioturnfest in Biel-Benken. An diesem Fest haben wir am Volleyballturnier und am Vereinswettkampf teilgenommen. Am Freitagabend - am Volleyballturnier - resultierte bereits ein Podestplatz für den TVS. Nach einer weiteren knappen Niederlage gegen Augst gewannen wir drei Spiele gegen Ausserkantonale Konkurrenz zum Teil souverän. Schlussendlich wurden wir gegen 23 Uhr im Festzelt als zweite Mannschaft – wie immer nach Augst – aufgerufen. Nach einer seriösen Nacht standen wir am Samstagnachmittag im Vereinswettkampf im Einsatz. Der erste Wettkampfteil bildete die Pendelstafette. Dort erreichten wir die Punktzahl von 7.76, was eine Verbesserung gegenüber dem ETF02 bedeutete. Im zweiten Teil stand Weitsprung und Schleuderball auf dem Programm. Dabei waren die knapp 7 Punkte im Weitsprung zu erwarten, jedoch ging im Schleuderball der Schuss nach hinten los. Die gleichen Leute, welche am ETF02 im Einsatz standen, erzielten im Schnitt 3.5m weniger Distanz. Ob das der Wind, das fehlende Wettkampfglück oder sonst etwas ausgemacht hat, ist schwierig zu sagen. Wahrscheinlich kam alles Schlechte zusammen. Der dritte Teil, der Fachtest Allround, lief nicht bei allen optimal. Immerhin konnten mit ein paar persönlichen Exploits noch 8.7 Punkte erreicht werden. In der Endabrechnung belegten wir mit 23.31 Punkte (von max. 30) den siebten Rang von 11 Vereinen. Dabei ist zu erwähnen, dass mit Frenkendorf und Füllinsdorf nur zwei vor uns klassierte Vereine aus dem Kanton waren. Lupsingen, Reinach und Ramlinsburg standen hinter uns. Das Regio Turnfest war ein toller Anlass, welcher vorbildlich organisiert war. Ich persönlich fand es sehr schade, dass das halbe Team bereits vor dem Nachtessen das Weite gesucht hat.    

Der zweite Freitag in den Sommerferien stand im Zeichen des Fussballs. Nach vielen EM Stunden vor dem Fernseher wollten sich die Ballzauberer des TV Büren, TV Lupsingen, des FC Knolls und unseres Vereins messen. Wie schon im Jahr zuvor trafen wir uns in Lupsingen zum grossen Kick. In drei Spielen à 20 Minuten erreichten wir mit unseren zwölf Mannen zwei Unentschieden und eine Niederlage, was nicht mehr als den letzten Platz eingebracht hat. Immerhin konnten wir mit einem herrlichen Kopfballtor gegen den TV Lupsingen das Tor des Tages buchen. Im Anschluss verbrachten wir noch ein paar gemütliche Stunden bei Bier, Wurst und Geprahle.

Mitte August nahmen wir am Balltriathlon in Liestal teil. Zu Neunt bestritten wir eine Nacht lang Spiele in den Sportarten Unihockey, Basketball und Fussball. Zu unserem Erstaunen verloren wir in den ersten 6 Spielen nur einen Punkt und qualifizierten uns souverän für die Zwischenrunde der besten vier Teams. Dort mussten wir jedoch Federn lassen und holten nur noch einen Punkt aus drei Spielen. In der Schlussabrechnung erreichten wir mit unserem mehrheitlich jungen Team den 4. Rang von 19 Teams, was uns einen grossen Fresskorb und einen 100-Franken-Gutschein einbrachte.

Am 16. Oktober stand ein weiteres Unihockeyturnier mit der Jugi auf dem Plan. Mit zwei Teams wollten wir die Turnhalle von Oberdorf erobern. Bereits vor 8 Uhr waren die Kleinen der Jugi im Einsatz. Sechs Spiele später, kurz vor 12 Uhr, standen sie mit einem Pokal da. Sie erreichten den 3. Platz. Anschliessend griffen die grossen Jugeler ins Geschehen ein. Mit nur einem Verlustpunkt gewannen sie das Turnier eindrücklich und der Rimus spritzte durch die Kabine. Dieses Turnier war für unsere Jungs sicher ein gutes Erlebnis und bildet eine grosse Motivation für die Zukunft.

Im November meldeten wir für den Chlausen Cup in Zunzgen ein weiteres mal ein Unihockeyteam an. Mit den Ältesten der grossen Jugi spielten wir am Nachmittag des 5. Dezember um den Pokal. Nach der Vorrunde belegte unser Team mit vier Siegen aus fünf Spielen den 2. Gruppenplatz, was die Qualifikation fürs Viertelfinale bedeutete. Unser Team konnte erst im Final besiegt werden und erreichte somit den ausgezeichneten 2. Platz von 17 Mannschaften. 

 

Ausblick

 

Die sportlichen Highlights werden im Jahr 2005 vom Bezirksjugitag in Bubendorf und vor allem vom Kantonalen Turnfest in Thürnen gebildet. Dort bestreiten wir den Vereinswettkampf in den Kategorien „Aktive“ und „Männer“. Ausserdem werden wir im Volleyball- und Unihockeyturnier mit je einem Team starten. Die Anmeldung für das Kantonale ist sehr „ehrgeizig“, sind wir doch darauf angewiesen, dass praktisch alle Aktiven teilnehmen werden. Ich glaube aber, dass wir den guten Schwung der Trainingsbesuche ausnutzen werden und mit guter Motivation Richtung Turnfest gehen.

Längerfristig streben wir an, die jetzige Aktivriege in zwei Gruppen zu unterteilen. Damit ist das Altersgefälle nicht mehr so extrem und die Trainings können auch entsprechend gestaltet werden. Dies erfordert aber noch viel Arbeit und schlussendlich müssen genügend Leute mitmachen.

Ich bedanke mich bei allen, welche irgendwie zum tollen Vereinsjahr 2004 beigetragen haben und freue mich jetzt schon auf das kommende Jahr.

 

Im Dezember 2004, Christoph Wiesner