Technischer Bericht 2005

 

Allgemeiner Rückblick

 

Das Jahr 2005 war für mich und die meisten Turner das Intensivste seit langem.  Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass wir viel mehr Trainings durchgeführt haben als je zuvor. Anfangs Jahr haben wir ab und zu spontan am Montag Volleyballtrainings eingeschoben, um uns auf die Bezirksmeisterschaft vorzubereiten. Im Frühling beantragten wir, dass wir die Turnhalle offiziell jeweils am Montag zur Verfügung haben. So konnten wir ab Mitte Mai bis zum Turnfest zweimal in der Woche trainieren. Dieses zweite Training wurde nach den Sommerferien fortgesetzt. Ab und zu hatten wir ein Luxusproblem. Wir waren zum Teil fast zu viele Leute im der Turnstunde, um gut trainieren zu können. Mit einem durchschnittlichen Turnstundenbesuch von um die 14 Leute, liegen wir so hoch wie schon lange nicht mehr. Dies hat sicher auch damit zu tun, dass wir einige junge Kollegen haben, welche regelmässig im Training sind. Mit dem zusätzlichen Training am Montag, wollten wir erreichen, dass sich etwa zwei gleich grosse Gruppen entwickeln. Nun ist es momentan aber so, dass am Montag sogar neue Leute mitmachen. Dies ist ja auch ein gutes Zeichen für unseren Verein.

Die Entwicklung der Jugi ist unterschiedlich. Haben wir bei der Oberstufe - aus verschiedenen Gründen - relativ wenig Jungs, ist die Unterstufe sehr gut besucht. Dort kommen regelmässig 18-20 Kinder in die Turnstunden. Dies stimmt mich positiv auf die Zukunft der Oberstufe.

Resultatmässig gehört das Jahr 2005 sicher nicht zu den Glanzjahren, jedoch hat sich unser Vereinsleben weiter positiv entwickelt. Mittel- und Langfristig ist das von mir aus gesehen das Wichtigste.

 

Sportliche Anlässe

 

Der erste sportliche Event im Vereinsjahr 2005 war das Schiweekend, welches Ende Februar auf der Lauchernalp von statten ging. Bei bitterkalten Temperaturen flitzten wir zwei bzw. drei Tage über die gut präparierten Pisten.

 

Der Freitag, 4. März geht in die Geschichtsbücher des TVS ein. Nach vielen Jahren als Nummer 2 in der regionalen Turner-Volleyballszene erklommen wir endlich wieder einmal den Gipfel der Bezirksmeisterschaft. Im Finalturnier der Zwei-Bezirke-Meisterschaft in Münchenstein spielten wir zuerst im Halbfinal gegen den TV Biel-Benken. Nach harzigem Start erzielten wir am Ende einen klaren 2:0 Sieg und qualifizierten uns für das Finale gegen den…TV Augst. Infolge einer genialen Teamleistung, kann ich die ersten Zeilen der alten Jahresberichte nicht kopieren. Wir bodigten Augst diskussionslos mit 2:0 Sätzen. Die Freude war riesengross, haben wir doch nach neun Jahren den Pokal wieder gewinnen können und dem TV Augst das Verlieren gelehrt. An dieser Stelle geht ein grosses Dankeschön an unseren neuen Volleyball Coach Franz, welcher uns ideal auf die BM 2004/05 eingestellt hat.  

 

Am Eierläset haben wir auch in diesem Jahr keinen Aufwand gescheut und haben den halben Geräteraum auf den Schulhausplatz gezügelt. Mit den vielen Geräten konnten wir einen interessanten Hindernisparcours gestalten, welcher für viel Spektakel gesorgt hat. Beteiligungsmässig war das Eierläset ein Grosserfolg, haben doch über 70 Kinder und Erwachsene am Lauf teilgenommen. Nach der schwachen Beteilung im Vorjahr, war das ein riesen Aufsteller. Das geniale Wetter haben wir genutzt und sassen bis um 20 Uhr gemütlich bei Ei und Bier auf dem Schulhausplatz.

 

Mit der Jugi nahmen wir taditionellerweise am Unihockeyturnier des TV Liestals teil. Am Sonntag, 10. April gingen Nitro und Cholbä mit 3 Mannschaften in Liestal an den Start. In diesem Jahr gelang uns leider kein Spitzenresultat. Der Grund lag einmal mehr darin, dass wir in jeder Mannschaft jüngere Spieler einsetzten mussten als die Gegner. Wir haben aber die Tatsache, dass alle mitmachen konnten, der Bildung eines Topteams vorgezogen. Das bringt unserem Verein längerfristig mehr als Spitzenresultate.

 

Ende April führten unsere Kollegen vom TV Lupsingen ihren Dorflauf durch. Von unserem Verein waren gleich sieben Mitglieder in verschiedenen Kategorien am Start. Alle haben die kurze Distanz gewählt und ihre persönlichen Ziele erreicht.

 

Nach fast zehn Jahren haben wir uns entschlossen wieder einmal ein Trainingsweekend durchzuführen. In Stein fand ich einen geeigneten Trainingsort. Einerseits bietet das dortige Sportzentrum alle Anlagen, welche wir benötigen und andererseits ist der Ort in relativ kurzer Zeit erreichbar. So verreisten wir am 21. Mai zu zwölft in ein intensives Weekend. Da das Wetter sehr schlecht war, nutzen wir vor allem die grosse Trainingshalle im Sportzentrum Bustelbach. Der Schwerpunkt unserer Trainingseinheiten lag vor allem auf den beiden Fachtests und den Spielen Volleyball und Unihockey. Für diese Disziplinen haben wir uns schliesslich auch am Kantonalen Turnfest angemeldet. Bis auf die Übernachtung und dem vorhergegangenen Ausgang in Deutschland fanden alle Aktivitäten im Sportzentrum statt, wo wir unter anderem auch einfach, aber gut und preiswert verpflegt wurden. Insgesamt trainierten wir an diesem Wochenende gut und gerne 11 Stunden lang, was eigentlich fast unglaublich ist. Von der Beteiligung an diesem Anlass war ich ein wenig enttäuscht, haben sich doch anfangs gegen 18 Leute für das Wochenende angemeldet, d.h. knapp ein Drittel ist nur teilweise oder gar nicht gekommen. Ich denke aber, dass diejenigen, welche dabei waren ein tolles Weekend erlebt haben, und dass ein solcher Anlass auch in Zukunft ein Thema sein sollte.

 

Für den Jugitag am 5. Juni in Bubendorf stellten wir - wie in den letzten Jahren - Mixed Teams zusammen. Mit 25 Mädchen und Buben bestritten wir den dreiteiligen Wettkampf. Aufgrund von Problemen bei der Mädchenriegenleitung der Unterstufe, war das Team der jüngsten Kategorie für einmal das Kleinste und bestand nur aus Buben. Einige Wochen vor dem Jugitag starteten wir mit gemeinsamen Trainings der Mädchenriege und der Jugi. So war es möglich, jeweils zweimal pro Woche zu üben. Am Turnfest hat sich dies leider nur bei den Ältesten ausgewirkt. Sie erreichten den dritten Rang und schafften den Einzug in den Final der Pendelstafette. Die jüngeren Teams schnitten mittelmässig ab. Alles in Allem verbrachten wir, und vor allem die Kinder einen gut organisierten und abwechslungsreichen Tag in unserer Nachbargemeinde.

 

Der sportliche Höhepunkt des Jahres bildete das Kantonale Turnfest in Thürnen vom 17.-19. Juni. Wie schon im letzten Jahresbericht angetönt, meldeten wir uns mit zwei Teams am Sektionswettkampf und am Spielturnier an.

Das Turnfest begann für sieben von uns bereits am Freitagnachmittag um 14 Uhr. Dann war nämlich der Auftakt zum Unihockeyturnier, welches in der Turnhalle in Lausen stattfand.  Bei vier Vorrundenspielen erzielten wir drei Siege und zogen locker ins Viertelfinale ein. Dies war mit einem Problem verbunden. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir so erfolgreich sein werden und haben einige Unihockeyspieler auch fürs Volleyballturnier eingeplant. Da das Volleyballturnier um 18 Uhr in Gelterkinden begann, überschnitt es sich mit unserem Unihockeyeinsatz und folglich konnte in Gelterkinden nur ein kleines Team an den Start gehen. Am Unihockeyturnier sind wir dann im Viertelfinale gegen den TV Wenslingen ausgeschieden. Dies war absehbar, spielen diese doch auf einem ganz anderen Niveau. Die Volleyballmannschaft brauchte etwas Zeit um sich zu finden. Dadurch ging das Startspiel dumm verloren und eine Topplatzierung war nicht mehr möglich. Schlussendlich resultierte der 8. Rang. Wir erreichten an diesen Turnieren keine Topleistungen, dafür waren wir der einzige Verein, welcher bereits am Freitag zweimal am Start war. Den Abend liesen wir in einer Bar in Thürnen gemeinsam ausklingen und planten unsere Taten vom Sonntag.

Am Sonntag ging es dann Knall auf Fall. Zwischen halb 8 und 11 Uhr bestritten die zwei Teams (Aktive und Männer) ihre je 3 Wettkampfteile. Dabei wurde mit etwas mehr oder weniger Glück gekämpft. Der Aktivriege lief es bei den ersten zwei Wettkampfteilen (Pendelstafette und Fachtest Allround) wie erwartet ansprechend. Der dritte Teil ist aber nach wie vor jeweils ein Problem. Beim Weitsprung erzielten wir zu wenig gute Weiten und beim 1000m Lauf auf tiefem Boden merkte man, dass ein Unihockeyturnier zwei Tage vorher nicht spurlos an einem vorbei geht. Schlussendlich erreichte die Aktivriege den 11 Rang von 18 Teilnehmern.

Den Männern lief es gerade umgekehrt. Im Leichtathletikteil (Kugelstossen, Geländelauf) punkteten sie stark, jedoch schenkte der FTA und der FT Volleyball nicht ein. Im FTA wurden wir Opfer von pingeligen Kampfrichtern und beim FT Volleyball mussten wir Lehrgeld bezahlen, da wir diesen Test zum ersten Mal an einem Turnfest bestritten. In der Rangliste erfolgte ein achter Rang von 15 Teams.

Im Anschluss an das Turnfest habe ich eine ganze Liste erstellt, welche Punkte umfasst, die wir in Zukunft anders machen müssen. Als wichtigstes erachte ich, dass wir am Wettkampf einen Manager haben, der sich nur um die administrativen Sachen kümmert, damit sich die Wettkämpfer ausschliesslich auf den Wettkampf konzentrieren können.

 

Vor den Sommerferien lud der TV Lupsingen zum schon fast traditionellen Sommerkick ein. Ich konnte leider an diesem Anlass nicht teilnehmen, habe aber gehört, dass wir nicht allzu viele Punkte eingefahren haben.

 

Mitte August bildeten wir wiederum ein Team für den Balltriathlon in Liestal. Eine ganze Nacht lang spielten wir zu neunt Fussball, Unihockey und Basketball. Wir hatten dabei das Pech, dass wir in unserer schwächsten Disziplin, dem Basketball, die besten Gegner hatten. Darum konnten wir den vierten Platz vom Vorjahr nicht wiederholen. Wir erreichten aber immerhin Platz sechs und hatten viel Spass.

 

Seit nach den Sommerferien trainieren wir regelmässig im zwei Wochen Takt am Montag Volleyball. Da an diesen Trainings auch einige volleyballinteressierte Frauen teilnehmen, haben wir uns entschlossen, an der Bezirksmeisterschaft zusätzlich zum Aktiventeam eine Mixed Mannschaft anzumelden. Dies ist in der momentanen Phase ein Versuch. Im Verlauf des nächsten Jahres wird sich zeigen, ob wir Mittel- oder Langfristig Frauen in unseren Verein integrieren können, um gemischte Trainings und Wettkämpfe bestreiten zu können. Auf jeden Fall ist das Mixed Team bereits erfolgreich in die Bezirksmeisterschaft gestartet. Am ersten Turnier in Bubendorf erzielten wir aus zwei Spielen zwei Siege. Das Männerteam erreichte am ersten Turnier ebenfalls nur klare Siege.

 

Am 3. und 4. Dezember nahmen am Chläsencup (Unihockeyturnier) in Zunzgen gerade 3 Seltisberger Teams teil. Wir waren mit einer Aktiven und zwei Jugimannschaften vertreten. Leider verpassten alle drei Teams ganz knapp den Einzug ins Viertelfinale. Es schaute jeweils nur der dritte Rang heraus. Es hat sich gezeigt, dass wir gute Mannschaften haben. Jedoch fehlt uns noch das Zeug um ganz vorne mitmischen zu können.

 

Ausblick

 

Wir versuchen im nächsten Jahr wiederum zweimal pro Woche ein Training anbieten zu können. Dazu müssen wir es schaffen, weiterhin die Leitung der Trainings aufzuteilen, ansonsten wir die Belastung Einzelner zu gross. Im Juni stehen ein Kantonaler Jugitag und das Regioturnfest in Liestal auf dem Programm. Dafür wünsche ich mir eine gute und engagierte Beteiligung aller Mitglieder. Ich sehe die Turnfeste vor allem als Vorbereitung für das Eidg. Turnfest 2007 in Frauenfeld. Auf diesen Anlass sollten wir hinarbeiten, so dass wir dort ein gutes Resultat erreichen.

Schon jetzt freue ich mich auf viele tolle Trainings und Anlässe im nächsten Jahr.

 

Im Dezember 2005, Christoph Wiesner