Technischer Bericht 2006

Ein hektischer Spätherbst und auf einen Schlag war das Vereinsjahr 2006 vorbei. So ist es mir, und sicher auch einigen anderen Vereinsmitgliedern, in der zweiten Jahreshälfte vorgekommen. Der Grund dafür lag am erfolgreichen aber aufwendigen Turnerabend. Nun aber alles der Reihe nach.

 

Im März bestritten wir in diesem Jahr die ersten Wettkämpfe. Von der Dramaturgie her kann das Finalspiel um die Volleyball Bezirksmeisterschaft nicht überboten werden. Im fast schon standardmässigen Schlussspiel gegen den TV Augst gewannen wir das Spiel auf zwei Sätze mit einem hauchdünnen Vorsprung. Den ersten Satz gewannen wir mit 26:24 und der zweite Satz endete nach der maximalen Spielzeit von 40 Minuten mit 22:22. Somit erlangten wir aufgrund des besseren Gesamtscores den zweiten Meistertitel infolge.

Eine Woche später stand unser Mixed Team im Einsatz. Im Halbfinalspiel gegen den TV Allschwil zogen wir eindeutig den Kürzeren und konnten darum im kleinen Final nur noch um den dritten Turnierrang spielen. Dort trafen wir (wie könnte es anders sein) wie eine Woche zuvor auf den TV Augst. Dieser wurde in einem packenden Spiel klar besiegt und somit konnten wir das Turnier doch noch auf dem Podest beenden. Da das Finale zwei Teams aus dem Bezirk Arlesheim bestritten, war unser dritter Rang gleichbedeutend mit dem Bezirksmeistertitel. Dies bedeutet für uns einen tollen Erfolg, haben wir doch zum ersten mal mit einem Mixed Team gespielt, und konnten auf anhieb neun Teams hinter uns lassen.

 

Einen Tag nach dem Volleyballturnier reisten die Schicracks bereits ins Weekend in die Region Adelboden-Lenk. Mehr dazu im Bericht des Präsidenten und Schiweekend Organisators.

 

Schlag auf Schlag ging es weiter. Mit der Jugi nahmen wir anfangs April am Unihockeyturnier des TV Liestals teil. Es gelang uns in jeder der drei Kategorien eine Mannschaft zu stellen. Alle unsere Teams erreichten eine Platzierung im Mittelfeld. Ein Topplatz lag nicht drin, weil wir kein Team mit jahrgangmässig ausgeglichenen Spielern hatten. Gerade deswegen dürfen wir aber auf die Leistung unsere Jugeler stolz sein.

 

Das Eierläsä am Weissen Sonntag war ein voller Erfolg. Mehr als 70 Turnierinnen und Turner sowie Mädchen und Knaben bestritten den traditionellen Showwettkampf auf dem Schulplatz. Die spektakuläre Hindernisbahn forderte das eine oder andere zerstörte Ei, aber am Schluss reichte es trotzdem für genügend „Eiertätschs“ an der warmen Sonne vor dem Schulhaus.

 

Am 6. Mai bestritten die Unihockeyaner das Turnier des TV Oberwil. Sie erreichten den sehr guten zweiten Rang und heimsten einen leckeren Salami ein.

 

Nachdem wir im letzen Jahr keine Jugireise organisiert hatten, stand diese am 20.+21. Mai auf dem Programm. Mit 36 Mädchen und Knaben machten wir uns auf den Weg in die Lenk. Dort  hatten wir massives Wetterpech und darum wurde unsere Wanderung am Samstag zur Regenschlacht. Am späten Nachmittag konnten sich die Kinder im Hallenbad vergnügen, welches extra für uns geöffnet hatte. Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen vom Sport. In der Turnhalle des Sportzentrums wurde bis um 13 Uhr gespielt, bevor es auf die lange Heimreise ging. Wir denken, wir konnten für unsere Jungen eine tolle Reise organisieren. Ein detaillierter Bericht befindet sich auf der Homepage.

 

Der Juni stand im Zeichen der Turnfeste. Der Kantonale Jugendturntag hat der TV Wahlen in Breitenbach organisiert. Dort haben wir die Wettkämpfe zusammen mit der Mädchenriege bestritten. An diesem brennend heissen Sonntag erreichten wir mit unserem 37ig-köpfigen Team den 7. Rang von 18 Teilnehmer in der ersten Stärkeklasse.

 

Breits eine Woche später, am 24.+25. Juni haben wir mit den Aktiven am Regioturnfest in Reigoldswil teilgenommen. Eigentlich hätte für uns in Liestal ein Regioturnfest organisiert werden sollen, doch aufgrund zu weniger Anmeldungen wurde dieser Anlass abgesagt, und wir konnten uns den Bezirken Waldenburg und Sissach anschliessen. Wie im letzten Jahr meldeten wir je eine Mannschaft in den Kategorien Aktive und Männer an. Am Freitag Nachmittag waren die Männer mit neun Mann im Einsatz. Dabei bestritten wir zum ersten Mal zwei Disziplinen vom Fit und Fun und als dritter Wettkampfteil den Fachtest Allround. Unser Team beendete den Wettkampf auf dem 12. Rang von 25 Teams. Mit etwas mehr Routine wäre sicher ein besseres Resultat drin gelegen. Allgemein war das Punkteniveau vieler Teams sehr hoch und wir wissen jetzt, wo wir uns in Zukunft verbessern können.

Am Samstag Morgen gingen wir in der Kategorie Aktive an den Start. Dabei missriet uns der Auftakt gründlich. Beim Pendellauf hatten wir nicht das stärkste Team und zudem mussten wir einen Wechselfehler notieren. Dies hatte zur Folge, dass wir nur gut sieben Punkte im ersten Wettkampfteil erreichten. Diesen Fehlstart bügelten wir in den beiden nächsten Wettkampfteilen aus. Im Fachtest Volleyball erzielten wir 9.25 und im Fachtest Allround 9.55 Punkte. In der Vorbereitung auf das Turnfest haben wir diese beiden Disziplinen sehr intensiv trainiert und das zahlte sich aus. Jeder einzelne Teilnehmer machte einen guten und konzentrierten Wettkampf, was mir sehr gefiel. Am Schluss belegten wir den sehr guten 5. Rang von 23 Vereinen. Mit etwas Glück wäre sogar an diesem sonnigen Tag ein Podestplatz drin gelegen. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten wir unser Punktetotal um mehr als 3 Punkte. Dieses Turnfest war eine ideale Vorbereitung im Hinblick auf das Eidg. Turnfest im 2007.

 

Unsere Freunde vom TV Lupsingen organisierten am 7. Juli wieder das Fussballturnier. Im Gegensatz zu den letzen Jahren war bei uns die Entwicklung zu einem Winnerteam spürbar. Im ersten Spiel erreichten wir ein 0:0 gegen Büren 1. Das Spiel gegen Lupsingen dominierten wir klar, kamen aber nicht über ein 1:1 hinaus. Im letzten Spiel gegen Büren 2 erreichten wir endlich (ich glaube zum ersten mal) einen Sieg im Sommerturnier. Wir bezwangen den Gegner mit 2:1, wobei unser Torhüter Bodo in den Schlussminuten einen Penalty killte. Der Abend endete einmal mehr bei Wurst und Brot.

 

Ende Juli versuchte sich ein Siebenerteam des TVS am Schlauchbootrennen in Rheinfelden. In zwei Läufen à etwa einen Kilometer sollten wir möglichst schnell den Rhein hinunter fahren. Dies ist gar nicht so einfach wie es aussieht, vor allem wenn man keine Erfahrung hat. Es erstaunte uns darum nicht, dass wir ziemlich am Ende der Rangliste aufgeführt wurden. Auf jeden Fall hatten wir einen Riesenspass und im nächsten Jahr wissen wir dann, wie es geht...

 

Nach den Sommerferien standen dann keine grösseren sportlichen Herausforderungen an. Wir beschäftigten uns in erster Linie mit unserer Darbietung am Turnerabend. Wir immer waren wir uns lange nicht einig, was wir machen sollten. Schlussendlich gelang uns aber mit unserer Turneinlage, zusammen mit ein paar Kunstturnern ein gute Darbietung, welche bei Publikum gut ankam.

 

Auf der Turnfahrt betätigten wir uns sehr sportlich. Zwar gab es für einmal keine Wanderung, jedoch forderte uns eine Velotour am Samstag und der Kletterpark am Sonntag sehr stark. Vor allem der Kletterpark in Aigle entpuppte sich als wahre Attraktion. Es war kaum zu glauben, welche Kapriolen alle Turnfahrer auf den verschiedenen Parcours hoch in den Bäumen veranstalteten. Der Kletterpark war Spass pur. 

 

Am Baselbieter Team OL vertrat ein Frauenteam den TVS. Rebekka, Sabine und Inès erreichten den hervorragenden zweiten Rang in der Kategorie Turnerinnen. Der Team OL war der letzte Wettkampf im 2006, welcher in die Wertung des BTV Cups kam. Aufgrund der guten Ergebnisse in den verschiedenen Wettkämpfen beendeten wir diesen Cup auf dem zweiten Platz hinter dem TV Liestal.

 

Bereits zwei Wochen nach dem Turnerabend standen Anfang Dezember die ersten Turniere der Volleyball Bezirksmeisterschaft 06/07 auf dem Programm. Wir haben wiederum ein Team bei den Aktiven und eines beim Mixed angemeldet. Beide Teams erreichten im Hinrundenturnier jeweils zwei unentschieden gegen kompakte Gegner.   

 

Allgemeiner Rückblick

 

Im vergangen Jahr war die erste Hälfte sportlich sehr intensiv. Wir bestritten einige Wettkämpfe und die Anzahl Trainings wurden im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert. Dies vor allem weil wir für die Bezirksmeisterschaft und fürs Turnfest viel Volleyball trainiert haben. In der zweiten Hälfte des Jahres waren aufgrund des Turnerabends viele von uns organisatorisch gefordert.

Grundsätzlich können wir auf ein positives und erfolgreiches Jahr zurückschauen. Die Stimmung und der Zusammenhalt im Verein ist nach wie vor sehr gut und zudem können wir auch immer wieder kleine sportliche Erfolge feiern.

Im Nachwuchsbereich haben wir bei der grossen Jugi etwas Probleme, weil die Riege momentan recht klein ist. Dies hat mit der Konkurrenz von anderen Sportarten und mit geburtenschwachen Jahrgängen zu tun. Da sind wir sicher gefordert. Andererseits wird die kleine Jugi so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Das stimmt mich für die Zukunft positiv.

 

Ausblick

 

Im nächsten Jahr steht das Eidg. Turnfest in Frauenfeld auf dem Programm. Dieser Anlass wird der Höhepunkt des Jahres werden. Im ersten Semester wird der Trainingsschwerpunkt bei den Turnfestdisziplinen liegen. Unser Ziel sollte sein, dass wir in jedem Wettkampf, welchen wir bestreiten im ersten Drittel der Rangliste liegen. Es wäre toll, wenn sich viele Aktive in den Trainings auf das Turnfest so gut wie möglich vorbereiten werden, so dass dieses Ziel erreicht werden kann.

Da wir mit der Jugi nicht am Eidg. Turnfest teilnehmen werden (sehr teuer und aufwendig) wird das nächste Jahr bei unserem Nachwuchs eher ruhig werden. Da kein Turnfest ansteht, versuchen wir mit der Teilnahme an Turnieren die Stimmung hoch zu halten.

 

Ich bedanke mich bei allen für das tolle Mitmachen im vergangenen Jahr. Ein spezieller Dank gilt meinen Leiterkollegen und denjenigen, welche die Turnstunden während meiner Abwesenheit spontan geleitet haben. Es ist für mich wichtig, wenn ich jeweils nicht lange nach einer Vertretung suchen muss. Dies vor allem wenn wir so viele Trainings durchführen wie zuletzt.

 

Ich gehe davon aus, dass wir auch im nächsten Jahr eine tolle Stimmung im Verein haben werden, und dass alle gut mitmachen, sodass wir auch den einen oder anderen sportlichen Erfolg feiern können. In diesem Sinne freue ich mich auf das neue Jahr.   

 

 

Im Dezember 2006, Christoph Wiesner